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Silvester - Ursprung, Geschichte, Papst Silvester I., Wissenswertes, Bedeutung, Vorname
- Silvester ist ein männlicher Vorname,
lateinischen Ursprungs und bedeutet eigentlich "Waldbewohner, der zum Wald
Gehörende". Infos
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Silvester ist als letzter Tag des Jahres, dem 31. Dezember, nach dem Fest des
Tagesheiligen Papst Silvester I. benannt. Dieser Festtag wird seit dem Jahr 354 gefeiert.
Der hl. Silvester I. wurde am 31. Januar 314 (als 34. Oberhirte) zum Papst gekrönt und
starb in Rom am 31. Dezember 335.
Infos
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Papst Silvesters I.
maßgeblicher Einfluss auf die Taufe Konstantins des
Großen (geboren nach 280, gestorben 337, römischer Kaiser von 306 bis 337) und dessen
Heilung vom Aussatz wurde erst im 5. Jahrhundert mit der Silvester-Legende erfunden. Die
Silvester-Legende ging in dieser Tendenz in die Konstantinische Schenkung (vermutlich
zwischen 752 und 806 in Rom gefälschte Urkunde, die 1440 als Fälschung erkannt wurde)
ein. Infos
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Auf Initiative Kaiser Konstantins des Großen
erfolgte 313 im Mailänder
Edikt die "konstantinische Wende", der grundlegende
Friedensschluss zwischen dem
Römischen Reich und dem Christentum. Unter Kaiser Konstantin wandelte sich also die Zeit
der Christenverfolgung in die der Gleichschaltung mit dem Staat: das Christentum wurde
Staatsreligion. Papst Silvester I. konnte als römischer Bischof durch diese Situation die römische Kirche neu organisieren und weiter verbreiten.
Infos
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In Rom findet man bemerkenswerte Fresken vom Heiligen Silvester:
- In der im Jahr 1246 eingeweihten Silvesterkapelle der Basilika Santi Quattro Coronati
sind Fresken aus dem 13. Jahrhundert mit der Darstellung der Silvesterlegende und der
Bekehrung von Kaiser Konstantin durch Papst Silvester I.
- S. Crisogno mit Fresken über das Leben von St. Silvester.
- San Silvestro in Capite, Piazza San Silvestro 1, Rom.
- Die Kirche begeht den Silvestertag mit einem Gottesdienst zum
Jahresabschluss, in dem
Rückbesinnung und Rückblick auf Ereignisse des vergangenen Jahres gehalten werden.
Besonders gedenkt man auch der Gemeindemitglieder, die im vergangenen Jahr verstorben
sind. Um Mitternacht wird das neue Jahr mit dem Geläute der Kirchenglocken eingeleitet.
Infos
-
Silvester ist die Mitte der so genannten Rauhnächte
(auch Raunacht oder Rauchnacht) in der Zeit zwischen Christtag und
Dreikönig. Ausgehend von dem germanischen Volksglauben, dass in dieser Nacht der
Wintersonnenwende die jenseitigen Mächte besonders lebendig sind,
dass Wotan mit seinem
wilden Heer mit Sturmesheulen und brausendem Lärm durch die Wälder und Lüfte saust und
das Böse nur durch Peitschenknall und großen Lärm abzuhalten sei, entstand der Brauch
des Neujahrsanschießen. Das Böse abzuwehren als ursprüngliche Intention unserer
heidnischen Vorfahren hat sich gewandelt in ein freudiges und lautstarkes Begrüßen des
neuen Jahres. Das Schießen mit Böllern und Gewehren kam bald nach der Verbreitung des
Schwarzpulvers auf. Infos
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Viele Familien feiern den Silvesterabend
zusammen im häuslichen Bereich, besuchen eine
Silvesterparty, einen Silvesterball oder lassen sich in einem Restaurant mit einem
Silvestermenu verwöhnen.
Infos
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Wer in Italien auf den Spuren des Heiligen Silvester wandeln will, bucht eine
Silvesterreise nach Rom ins Hotel San Silvestro oder zu den Ruinen der Burg und
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Über das Essen und Trinken zum
Jahreswechsel
von Harald Salfellner
Die unzähligen Essensbräuche, die man
zum Jahreswechsel pflegt, sind nicht selten mit abergläubischen Vorstellungen verbunden.
In Mitteleuropa wohl am weitesten verbreitet sind Speisen aus Schweinefleisch, die Glück
bringen sollen.
So kommt vielerorts zur silvesterlichen Mitternacht ein Stück Schweinskopf oder
"Saurüssel" auf den Tisch, als Glücksbringer wird manchmal in Schweinchen aus
Marzipan verzehrt. Schweinernes ist in diesen Tagen überhaupt sehr willkommen, das hängt
wohl auch mit der Schlachtzeit zusammen.
Geflügel hingegen sollte zu Neujahr in gar keinem Falle verzehrt werden, will man nicht,
dass das Glück hinweg fliegt. Das gilt freilich wieder nur in ganz bestimmten Gebieten
Deutschlands.
Im Rheinland etwa ist eine delikate Neujahrsgans keine Seltenheit liege das nun an
den mangelhaften Flugfähigkeiten der rheinischen Gänse oder dem verwegenen Mut, mit dem
die Rheinländer ihrem Schicksal trotzen.
In manchen Gegenden Deutschlands ist es üblich, den Jahreswechsel, geradeso wie den
heiligen Abend, mit Fisch oder, genauer gesagt, Karpfen zu begehen. Dann gehört es
natürlich dazu, dass der Hausvater eine der Fischschuppen unter den Teller legt. Diese
muss das ganze Jahr über in der Geldbörse aufbewahrt werden, was eine prall gefüllte
Geldtasche garantieren soll.
Eine klassische Silvesterspeise ist
Linsensuppe, anderswo auch Erbsensuppe. Diese Suppen sollen Reichtum und Segen bringen.
Der Jahreswechsel ist wie das Weihnachtsfest eine Hochsaison für die
Bäckermeister. Die Sitte, Neujahrsbrote und -kuchen zu bereiten, kennt man in ganz
Europa. Oft wurden die süßen, aber auch salzigen Gebäcksorten verschenkt, besonders in
jenen Zeiten in den es auch bei uns noch üblich war, sich am Neujahrstag Geschenke zu
bereiten. Hörnchen aus dünnen Waffeln, so genannte "Neujährchen" wurden den
Lieben gewidmet oder auch "Neujahrsringe", das sind Hefekränze mit Rosinen.
In der bayerischen Oberpfalz kennt man Neujahrsbrote, die wegen ihres doppelten Knaufes
mit dem doppelgesichtigen Januskopf, von dem der Januar seinen Namen herleitet, in
Verbindung gebracht werden.
In Aachen und in der Eifel kennt man "Neujährle", auch diese sind Gebildebrote,
die den Oberpfälzer Neujahrsbroten ähnlich sind. Schon Wochen vor Silvester wurden
Früchtekuchen gebacken, die zum Neujahrsfest richtig ausgereift sein
mussten.
Die Griechen bereiten gegen Jahresende Basiliusbrot, in das sie einzelne Münzen
einbacken.
In manchen Teilen Englands, so etwa in Coventry, backt man dreieckige Törtchen, die mit
Faschiertem (Hackfleisch) gefüllt und in der Folge als Geschenke ausgesandt werden. In
England ist es darüber hinaus üblich, dass sich die Nachbarn am Neujahrstag besuchen und
gemeinsam selbstgebackenen Kuchen mit Wein verzehren.
In Schottland wiederum serviert man den so genannten Schwarzen Laib (Black Bun). In
gemütlicher Freundesrunde werden Haggis (von frz. hacher = klein
hacken) verspeist,
köstlich gefüllte Schafsmägen. Es versteht sich von selbst, dass die Schotten mit
Whisky zwischendurch nicht sparen. Wenn die Mitternacht gekommen ist, stößt man nicht
etwa mit Sekt an, sondern mit so genanntem Hot Pint, einem Punsch aus Starkbier, Whisky und
Eiern. In der Vergangenheit trug man dieses alkoholische Labsal in großen Kupferkesseln
durch das Dorf oder die Stadt und brachte den Nachbarn die Neujahrswünsche dar. Da es in
dieser Zeit empfindlich kalt sein kann, empfiehlt es sich natürlich, auch selbst vom Hot
Pint zu trinken ein schöner Brauch!

Der nebenstehende Artikel stammt aus dem im Verlag Vitalis erschienenen Band von
Harald Salfellner:Prosit Neujahr.
Bräuche, Lieder, Rezepte und Literarisches zum Jahreswechsel.
128 Seiten, 28,8 x 22 cm, gebunden, mit zahlreichen farbigen
Illustrationen,
ISBN 80-7253-003-8
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Vielfältig sind auch die fernöstlichen Speisegewohnheiten zum
Neujahr.
In Tibet etwa ist ein Pudding aus Rosinen, getrockneten Aprikosen und weiteren Zutaten
obligatorisch. Dieser wird zeremoniell genossen, wobei dem Kopf der Familie die erste
Portion zusteht. In Japan isst man Soga, eine den italienischen Makkaroni ähnliche Art
Teigwaren, die ein langes Leben bescheren sollen.
In Israel, dem Land, in dem Milch und Honig fließt, hat Honig, das
uralte Symbol der Regeneration, eine große Bedeutung. Süße Äpfel in Honig als
Neujahrsspeise sollen darüber hinaus die Hoffnung ausdrücken, dass das neue Jahr süß
werden möge.
Zum Jahreswechsel werden auch Fruchtbarkeitssymbole verschenkt:
In Persien sind es Eier, anderswo Äpfel.
In Hessen allerdings ist man der Meinung, dass man am Neujahrstag Äpfel in keinem Falle
essen dürfe, wolle man nicht das ganze Jahr über von Juckreiz geplagt werden.
Auch Knödel sollte man am ersten Tag des Jahres lieber meiden.
In Spanien pflegt man einen amüsanten Brauch, für den Weintrauben
vonnöten sind. Zu jedem mitternächtlichen Glockenschlag wird eine Weinbeere gegessen.
Beim 12. Schlag, eh' man sich schmatzend umarmt und beglückwünscht, muss dann alles
geschluckt sein, will man nicht Unglück im neuen Jahr haben.
Die Rathausuhr von Madrid, deren Glockenschall via Television oder Rundfunk in jeden
spanischen Haushalt gelangt, wurde aus Rücksicht für diesen Brauch in der Silvesternacht
verlangsamt. Einmal hätte es nicht geklappt, so erzählt die Legende, und die halbe
Nation hätte sich verschluckt. Seitdem sei ein Schweizer (Präzisions)glöckner für das
Funktionieren der Uhr zuständig.
So vielfältig wie die einzelnen Speisesitten sind auch die Getränke,
die zum Jahreswechsel serviert werden. Sekt steht dabei im Zentrum des Geschehens
rund um den Erdball lässt man zur mitternächtlichen Stunde die Korken knallen. Auch in
der mittlerweile klassisch gewordenen Silvesteroperette Die Fledermaus heißt es
"Champagner hat's verschuldet". Durch das im Sekt gelöste Kohlendioxid kann der
Alkohol des Getränkes viel schneller und intensiver wirken als jener in einem von der
Stärke her vergleichbaren Wein. Daraus resultiert dann jene Sektlaune, die man sich
einmal im Jahr gerne gefallen lässt. Natürlich wird in vielen Häusern zu Silvester auch
mit dem bekömmlicheren Wein angestoßen, auch dagegen ist nichts einzuwenden, zumal ja
selbst in Klöstern am Neujahrsmorgen ein Glas Wein, das "Poculum Caritatis" ins
Refektorium serviert wird. Der Prior, der zuerst einen Trinkspruch auf die versammelte
Ordensgemeinde ausspricht, und die einzelnen Brüder, an die das Glas Wein weitergereicht
wird, heißen mit dem edlen Getränk das neue Jahr willkommen.
In der kalten Jahreszeit sind zwei Heißgetränke beliebt, die seit eh
und je zum festen Bestandteil der Silvesternacht gehören: die zu Lebkuchen servierte
Feuerzangenbowle, die zum Plaudern im gemütlichen Kreise anregt, sowie der wärmende
Silvesterpunsch, zu dem es eine große Zahl von Rezepten gibt.
Dass man sich am Neujahrstag etwas ganz besonders Gutes gönnt, liegt
auf der Hand, schließlich sagt man: "Wer über die Jahre gut schmaust, hat das ganze
Jahr vollauf". Was auch immer es aber ist, das man zum Silvesterabend auf den Tisch
bringt, ein Rest davon sollte bis zum Neujahrstag stehen gelassen werden, damit im neuen
Jahr das Essen nicht ausgehe.
Englische Schreibweisen:
Happy new year,
New year's eve party,
Seasons' greetings,
Milenium newyear,
Millenium specials,
Firework,
Silvester day celebrations,
romantic hotels,
tourist info
Alternative Schreibweisen: Sivester Silwester Sylfester
Sylwester coutdown Silveste Singel
Silve Silvesre Silvestere coundtown Scatches Evants Feurwerk Bleigiessen Bleigiesen Neuhahr
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